Die Saalfasnet
Eine dominierende Rolle in der Geislinger Saalfasnet spielt von jeher die Prunksitzung.
Was in den Gründungsjahren als Bürgerball mit Prunksitzung begann, entwickelte sich im lauf der Jahre zu einer fernsehreifen Darbietung.
Im Schriftführerbuch finden wir über den Bürgerball 1961 folgendes:
Punkt 20 Uhr konnte Vorstand Alfred Söll im Gasthaus Rössle ca. 700 Geislinger Bürger begrüßen.
Den musikalischen Teil bestritt die Bauernkapelle Geislingen und die Tanzkapelle Schneider.
Was Karl Schmid sich mit seiner Prinzengarde vornahm konnte sich sehen lassen.
Dazwischen kamen eine Maskenprämierung von neutralen Bürgern. Der Abend war für die junge Zunft ein voller Erfolg.
Die erste Prunksitzung

Der 4. März 1962 ist in der Chronik des Vereins ein bemerkenswerter Tag. Zum ersten Mal fand ein Bürgerball mit Prunksitzung statt. Elferrat und Zunftballett marschierten zu den Klängen des Narrenmarsches in den herrlich dekorierten Rösslesaal.
Ein buntes Programm rollte vor den begeisterten Zuschauern ab. Originelle gepfefferte Büttenreden, von Bürgermeister Ginter, Julius Beiter und Willi Schneck vorgetragen, fanden viel Applaus beim Publikum.
Die Mädchen des Zunftballetts, die an zahlreichen Übungsabenden unter Ballettmeister Karl Schmid viel Schweiß vergossen hatten, ernteten für ihre beiden Auftritte ebenso viel Beifall wie die Hofsänger – die als Irus Quartett bekannt – zwei Lieder zum besten gaben. Die Kameraden der Uno – selbst Sänger aus Passion – wußten mit zwei Liedvorträgen den Saal so zu begeistern, daß sie eine Zugabe machen mußten.
Echte Geislinger Orginale

Robert Kienzle, am Klavier begleitet von Wolfgang Amann, sang sich mit einem Solo in die Herzen der Zuhörer. Die Bauernkapelle unter Leitung von Julius Schneider beendete gegen 1 Uhr eine gelungene Premiere.
Die erste Prunksitzung – nach Mainzer Vorbild – war zukunftsweisend.Was in den letzten Jahren auf der „Rössle“ – Bühne geboten wurde ist fast einmalig.
Hervorragende Auftritte in der Bütt, grandiose Chor und Solistengesänge, phantasievolle hinreißende Tänze des kleinen und großen Balletts sowie der Showtanzgruppen sind das Markenzeichen und die Garantie der Geislinger Prunksitzungen.
Geislinger Orginale : Roland Scherer „Rotzge“ und Gerhard Schmid “ Schmitti „
Der Spandale Chor

Fester Bestandteil der Geislinger Prunksitzung.
Chorauftritte in der NZG Geschichte: Irus – Quartett, Kamerada / Uno – Chor
Männergesangverein Eintracht Geislingen, Spandalechor
Der anfänglich schleppende Vorverkauf der Prunksitzungskarten in den Gründerjahren ist heute nicht mehr vorstellbar.
Seit einigen Jahren finden mittlerweile zwei Prunksitzungen, am Samstag und am Sonntag, statt.
Karten hierfür sind innerhalb 3 Stunden vergriffen.